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29.08.2019James Hunt: I Did It My Way

James Hunt: I Did It My Way

Despite having tragically succumbed to a heart attack back in 1993, James Hunt continues to live on in the hearts of motorsport fans around the world.

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James Hunt's bester Freund

31.08.2019

James Hunt war ein Rockstar durch und durch - er war ein großartiger Rennfahrer und ein Superstar abseits des Motorsport-Geschehens. Er galt seinerzeit als absoluter Frauenmagnet. Gleichzeitig war er aber auch ein liebevoller Familienvater und ein hingebungsvoller Hundebesitzer. Sein Schäferhund Oscar durfte fast überall mit ihm hingehen und genoss besondere Privilegien, die nur wenige Menschen im Umfeld von James besaßen.

Oscar war oft an der Seite von James, wenn er seinem regelmäßigen Trainingsprogramm an den wunderschönen Stränden der Costa del Sol, in der Nähe von Marbella, nachging. James hatte seinen Lebensmittelpunkt nach Spanien verlegt, wo er mehrere Jahre nachdem er seinen Formel-1-Helm an den Nagel gehängt hatte, lebte.

Laut John Richardson "schien James Beziehung zu seinem Haustier viel enger zu sein als jede menschliche Beziehung, die er je hatte. Er war diesem Hund völlig ergeben." Mit anderen Worten - die beiden waren beste Freunde.

Oscar wurde zu einer eigenständigen Legende. Es war bekannt, daß er den britischen Rennfahrer zum Essen in die noblen Restaurants im Londoner Westend begleitete. Bei einer solchen Gelegenheit erregten Oscar und James die Aufmerksamkeit eines Restaurantbesitzers, als sie sich ein Gericht mit Spinatsoufflé, Entrecôte de Veau und Cassis-Sorbet teilten. Dieses Gericht gönnten sich die beiden in der berühmten Langan's Brassérie in Mayfair.

Nicht selten konnte man James, den schlaksigen F1-Weltmeister und begeisterten Golfer, zusammen mit seinem treuen Freund Oscar, auf den Fairways des Aloha Golf Clubs sehen. Der Hund war immer dabei wenn James zum Golfen ging und wartete auf die unberechenbaren Bälle, die James oftmals in der Landschaft verstreute, um sie wieder aufzuspüren. So wurde Oscar zum besten Caddie, den sich ein Golfer wünschen konnte.

Laut James half Oscar ihm ein Vermögen zu sparen, das er ansonsten für verlorengegangene Golfbälle hätte ausgeben müssen. Oscar erschnüffelte die Golfbälle aus den tiefsten Roughs und Bunkern. James lehnte die Unterstützung seines "Hunde-Caddies" Oscar jedoch ab, die gefundenen Golfbälle näher am Loch zu platzieren und seinem Herrchen somit einen Vorteil zu verschaffen.

Obwohl der Golfclub Marbella offiziell ein Verbot von Hunden auf dem Golfplatz erlassen hatte, machte der Club im Fall von Oscar eine Ausnahme. Das Clubmanagement erklärte dazu, dass sich James' Hund Oscar besser verhalten würde, als einige menschliche Club-Mitglieder.

Schließlich verlieh James seinem besten Freund die ultimative Auszeichnung, indem er seinen Nachtclub in Marbella nach ihm benannte. Er hatte den Nachtclub nach seinem Rücktritt als Rennfahrer aus der F1 gekauft und nach Oscar, seinem treuen deutschen Schäferhund, benannt.

Die Eröffnungsnacht bei Oscar's war ein schillerndes Fest mit zahlreichen Prominenten und VIPs der damaligen Zeit, darunter Sean Connery, Rod Stewart, Gräfin Gunilla von Bismarck und Dai Llewellyn, um nur einige zu nennen.

James und Oscar bewiesen eindrucksvoll den Leitsatz des Preußenkönigs Friedrich den Großen (1740-1786), der vor Jahrhunderten als einer der Ersten erklärte, daß der beste Freund eines Menschen tatsächlich sein Hund sei.

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